Amerikanische Unternehmen beendet Zusammenarbeit mit Zulieferer in Bangladesch

Die Entscheidung der amerikanischen Firma Hanesbrands Inc die Zusammenarbeit mit ihrem Lieferanten Harvest Rich in Bangladesch zu beenden wirkt auf den ersten Blick wie ein Zeichen für das zunehmende Verantwortungsbewusstsein von Unternehmen. Bei genauerer Betrachtung allerdings erscheint die Vorgehensweise keineswegs im Sinne der Betroffenen zu sein. Die Menschenrechte Organisation “National Labor Committee” hatte in einem Brief angeprangert, dass mindestens 200 Kinder ausgebeutet wurden. Bekannt wurde der Vorwurf durch eine Reportage des bristischen Fernsehsenders Channel 4. Die Vorwürfe veranlassten die Firma dazu, Kontrollen durchzuführen. Die Firma gab die Anwesenheit von Kindern in der Fabrik zu. Betonte allerdings, dass einige Kinder ihr wahres Alter verheimlicht hatten, da sie auf die Einkommensmöglichkeit angewiesen waren. Der amerikanischen Firma scheint also die Armut der Kinder durchaus bewusst zu sein. Trotzdem entschied man sich für die einfache Lösung: eine Beendigung der Geschäftsbeziehungen. Die Zukunft der betroffenen Kinder scheint in diesem Entschluss nur unzureichend Berücksichtigung gefunden zu haben. Sie werden ihre Arbeit wohlmöglich verlieren ohne dass ihnen eine bessere Alternative z.B. in Form einer Schulausbildung ermöglicht wird. Dazu hat auch der NLC auch andere amerikanische Firma mit Harvest Rich in Verbindung gebracht. Die beschuldigte Unternehmen sind, J.C Penney, Wal-Mart, Tesco und Puma. Artikel auf english

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