Naturstein aus Kinderarbeit – XertifiX informiert auf der Gartenmesse in München

Foto: Benjamin Pütter/ XertifiX/Misereor

Mehrere 10 Millionen Kinder arbeiten in indischen Steinbrüchen für einen Tageslohn von 80c; oft bekommen sie auch gar nichts, da sie die Schulden ihrer Eltern abarbeiten müssen. Die Arbeitsbedingungen in den Steinbrüchen sind katastrophal: Die Hitze ist unerträglich, die Kinder müssen einen 45kg schweren Presslufthammer stemmen und sind dem Staub ohne Mundschutz ausgeliefert; ihre Lebenserwartung liegt zwischen 35 und 38 Jahren. Schuldknechtschaft und ausbeuterische Kinderarbeit sind gang und gäbe in Indien, einem der größten Exporteure von Naturstein. Deutschland zählt zu seinen wichtigsten Abnehmern: Der Deutsche Natursteinverband geht davon aus, dass 24% des in Deutschland verwendeten Natursteins aus Indien stammen, der Fernsehsender ARTE schätzt den Anteil sogar auf 2/3. Die deutschen Abnehmer von indischen Naturstein tragen folglich mit an der Verantwortung, sie müssen Einfluss nehmen und bessere Sozialstandards in indischen Steinbrüchen fordern. Die in Freiburg ansässige, gemeinnützige Organisation XertifiX setzt sich für den fairen Handel von Naturstein ein, indem sie anhand des Lizenzsiegel XertifiX bestätigt, welcher Naturstein nicht aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammt. XertifiX ist mit einem Infostand auf der Münchner Gartenmesse vertreten, die vom 8. bis 14. März in der Neuen Messe München stattfindet.

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