Keine Grabsteine von Kinderhand in Bad Kreuznach

Bad Kreuznach könnte nach München und Andernach die dritte Stadt in Deutschland werden, welche auf Friedhöfen nur Grabsteine zulässt, die nachweislich ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt sind. Den Antrag stellte die Grünen-Fraktion und liegt bereits seit Sommer 2007 vor. Der Stadtrat will sich noch informieren, so die Grünen. „Hintergrund ist, dass ein großer Teil der in Deutschland verwendeten Steine aus Indien stammt, und in den dortigen Steinbrüchen ist Kinderarbeit weit verbreitet”, erklärt Michael Henke von den Grünen. Da die Steinmetze in Bad Kreuznach allerdings noch nicht zertifizierte Steine aus Indien vorrätig haben, ist eine Übergangsregelung bis zum 31. Dezember 2008 geplant. Mit einem höheren Aufwand für die Steinmetze in Deutschland sei durch die Änderung der Friedhofssatzung nicht zu renchen, meint Barbara Vogt von der Stadt Andernach. “Sie bekommen den erforderlichen Nachweis von den Betrieben, die keine Kinderarbeit haben, gleich mitgeliefert”, erklärt sie. Die Kontrolle der Zertifizierungen übernimmt das Friedhofsamt.


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