Ericsson und Telenor geben Kinderarbeit zu – Image der Grameen Bank angekratzt

Die skandinavischen Telekommunikationsunternehmen Telenor und Ericsson haben Kinderarbeit bei Lieferanten in Bangladesch zugegeben und sich dafür entschuldigt. Eine dänische Fernsehdokumentation machte auf die Missstände bei einem Zulieferer von Grameen Phone aufmerksam, das Telenor zu 62 Prozent gehört. Danach arbeiteten Kinder bis zu 11 Stunden täglich für einen Dollar Lohn in den bangladeschischen Werken; Arbeiter montierten 75 m hohe Masten ohne jede Sicherheitsvorkehrung. Verwerflich ist das auch, weil Grameen Phone zu 38 Prozent der Grameen Bank und der Grameen Telecom gehört. Die beiden Institutionen wurden von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus gegründet, um der armen Bevökerung in Bangladesch mithilfe von Mikrokrediten aus dem Elend zu helfen. Das Image ist nun angekratzt. Nach Angaben der dpa hätten sowohl Ericsson als auch Telenor nichts davon gewusst. Nun zogen sie Konsequenzen. Mit drei der vier Werken seien die Geschäftsverbindungen abgebrochen worden, erklärten die beiden Konzerne. Telenor habe zudem Maßnahmen ergriffen, um sicherzustellen, dass die in den Verträgen festgelegten Mindeststandards künftig eingehalten werden. Ericsson und Telenor haben beide die UN-Regeln unterzeichnet, nach denen beispielsweise Kinderarbeit ausgeschlossen wird. Artikel bei Merkur-Online Artikel der norwegischen Aftenpost – nicht mehr verfügbar

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