Bildungsoffensive am Welttag gegen Kinderarbeit

Für den heutigen Donnerstag hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) zum Welttag gegen Kinderarbeit aufgerufen und schon ist das Thema in aller Munde. Weltweit finden Veranstaltungen und Demonstrationen statt, Kinder, Experten und Medien diskutieren gemeinsam, wie die schlimmsten Formen der Kinderarbeit aus der Welt geschafft werden können. Während allgemein die hohe Anzahl arbeitender Kinder beklagt wird, prognostiziert die ILO eine positive Entwicklung. Ihrer Meinung nach, werden die schlimmsten Formen der Kinderarbeit in 10 Jahren weitgehend beseitigt sein. Die ILO stützt sich dabei auf aktuelle Trends. Von 2000 bis 2004 haben eben diese schlimmsten Formen der Kinderarbeit um 33 Prozent abgenommen, in Lateinamerika und der Karibik arbeiten nur noch 5 Prozent der 5-14 Jährigen. Die Gründe für diesen Rückgang sind Kampagnen für den fairen Handel und verschiedene Gesetzgebungen. So hat beispielsweise die Einführung der allgemeinen Schulpflicht in vielen Entwicklungsländern dazu beitragen können, einen Großteil arbeitender Kinder wieder in das Schulsystem zu integrieren. Und auch das generelle Verbot von Kinderarbeit, wie es Indien vor 2 Jahren beschloss, hat schon einige Wirkung zeigen können. Auch wenn aufgrund weit verbreiteter Korruption ein solches Verbot nicht vollständig durchgesetzt werden kann und das Verbot oft als Vorwand verwendet wird, um Kinder noch weiter zu unterdrücken. Um diese Nebenwirkungen weiter einzudämmen, ist also eine Stärkung der Kinderrechte in internationalen Armutsprogrammen unerlässlich. Mehr Bildungsmöglichkeiten zu schaffen ebenso. Der im Jahre 2002 von der ILO eingeführte Welttag gegen Kinderarbeit steht in diesem Jahr übrigens ganz im Zeichen der Bildung. Artikel: Geraubte Kindheit

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