Niemand kennt in Aserbaidschan die genauen Zahlen im Bezug auf Kinderarbeit

Friedrich Engels (1820-1895), einer der Gründer des Marxismus, protestierte als einer der Ersten gegen Kinderarbeit. In Großbritannien wurde 1833 das erste Gesetz gegen Kinderarbeit verabschiedet. Der zwölfte Juni ist der Welttag gegen Kinderarbeit. Trotz der verabschiedeten Konvention der International Labour Organization (ILO), die Kinderarbeit verbietet, schätzt die ILO, das über 250 Millionen Kinder im Alter von 5 – 14 arbeiten. Aserbaidschan verabschiedete 1988 ein Gesetz über Kinderrechte, in dem unter 18-jährige als Kinder anzusehen sind. Es ist festgelegt worden, dass Kinder unter 15 Jahren nicht und Kinder zwischen 16 und 18 nur unter bestimmten Gegebenheiten arbeiten dürfen. „Es existieren zwar Gesetzte, aber sie sind nicht weit verbreitet“, sagt Nabil Seyidov, Kopf der NGO Alliance for Children Rights. Kinderarbeit findet in Aserbaidschan meist in der Landwirtschaft statt. Es ist allerdings erstaunlich, dass weder die Regierung noch Nicht-Regierungs Organisationen (NGOs) die Zahl von Straßenkindern oder arbeitenden Kindern in Aserbaidschan herausfinden kann.1)
Zwar ist es möglich diverse Berechnungen durchzuführen, allerdings befinden sich die Zahlen im permanten Wandel. Aktuell könnte es in Aserbaidschan etwa 4000 Straßenkinder geben. Im Prinzip spricht nichts dagegen, dass Kinder auf Farmen ihrer Familien aushelfen bzw. arbeiten, wenn sichergestellt wird, dass die Arbeit nicht der Gesundheit schadet und die Kinder zur Schule gehen können. Viele Kinder arbeiten jedoch auf Tabakplantagen und Mädchen sind oft in Prostitution verwickelt. Und das darf nicht sein, so Seyidov. Für Sahib Mammadov, Kopf des Arbeitsrechtschutzbundes, sinkt wiederum die Zahl der Kinderarbeit in Aserbaidschan. Außerdem sagt er, dass es nicht möglich ist, durch Verwaltungsmaßnahmen Kinder vor Kinderarbeit zu schützen. Das Sozialamt sollte armen Kindern Vergütungen gewähren, damit sie und ihre Familen nicht hungern müssen. Dass Kinder Geld verdienen müssen, ist eine nicht wünschenswerte Situation. Aber wenn versucht wird, Kinder aus solchen Situation herauszuholen, muss ihnen mehr Beachtung geschenkt werden. Andernfalls, besteht die Gefahr, dass die Kinder auf die falsche Bahn geraten.

  1. Link zum englischen Artikel []
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