Hoher Gewinn für Discounter auf Kosten der Arbeitsbedingungen in Bangladesch

Durch die Produktionspraktiken der Discounter Lidl und Kik werden, wie eine Untersuchung der Nichtregierungsorganisation AMRF zeigt, auf unscheinbare Art und Weise internationale Sozialstandards in Bangladesch verletzt. Zu hoffen bleibt das dabei keine Kinder eingesetzt werden. In dem bettelarmen Niedriglohnland existieren inzwischen mehr als 4500 Fabriken, die hauptsächlich für die Textil-Branche produzieren. In der Regel gibt es 6-Tage-Wochen und 9-14 Stunden Arbeitstage, wobei Überstunden kaum oder gar nicht bezahlt werden. Ein Vorarbeiter in der Fabrik verdient maximal 30-50€ im Monat und gehört damit bereits der besser verdienenden Minderheit an. 90% der Arbeiter erhalten ca. 20€/ Monat. Sozialstandards im Krankheitsfall gibt es nicht. Die niedrigen Lohnkosten ermöglichen also den Verkauf von Textilien auf dem deutschen wie anderen westlichen Märkten zu Dumpingpreisen. Die Forderungen großer Discounter nach flexiblen, schnellen und v.a. billigen Lieferanten erzeugt bei denselben ergo immensen Druck, da diese ihre finanzstarken Auftraggeber verständlicherweise nicht verlieren wollen. Die Kampagne für Saubere Kleidung kommt so zu dem Ergebnis, dass die Lohnkosten eines durchschnittlichen T-Shirts gerade einmal 1% des Preises ausmachen, den der Kunde im Handel letztlich dafür bezahlt. Link Spiegel fr-online.de

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