Zertifikate gegen Kinderarbeit in Steinbrüchen

Vor dem Darmstädter Landgericht wurde gestern die Unterlassungsklage einer Interessensgemeinschaft aus 22 natursteinverarbeitenden Unternehmen gegen den Verein XertifiX verhandelt, der sich gegen ausbeuterische Kinder- und Sklavenarbeit in indischen Steinbrüchen wendet. XertifiX hat ein Zertifizierungssystem entwickelt, bei dem Unternehmen, die ihre Steine ausschließlich über Steinbrüche beziehen, in denen der Verein regelmäßige Kontrollen durchführt ein Gütesiegel erhalten. Die Interessensgemeinschaft hält dieses Zertifizierungssystem jedoch für geschäftsschädigend, da hierdurch die Ware für den Endverbraucher teurer würde. Wenn man jedoch keine Lizenzverträge abschließe drohe die Verdrängung von Markt, so die Argumentation der Kläger. Daher fordern sie, dass die Behauptung, Natursteine aus Indien werden mit ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt per Gesetzesurteil verboten wird. Der Vorsitzende Richter rief die beiden Parteien zu einem Vergleich auf. Sollte dieser nicht zustande kommen, verkündet das Gericht am 24. März sein Urteil. Link zum Artikel in morgenweb vom 04.02.2009: Link nicht mehr abrufbar – 01.10.2014

Dieser Beitrag wurde unter Wirtschaft abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.