China: Kinderarbeit in südlichen Provinzen

Das Erdbeben in Sichuan im Jahre 2008 erregte weltweit Aufmerksamkeit. Nun stellt der Autor eines chinesischen Internet-Blogs die Behauptung auf, dass eine Schule in einer der am stärksten vom Erdbeben betroffenen Regionen Kinder zur Fabrikarbeit in den Süden auslagere („Dawn and Dusk“, tianliang, tianhei“). 2008 hatten mehr als 1000 Schüler ihr Leben verloren, als während des Erdbebens zwei Hauptgebäude der „Beichuan High School“ einstürzten. Aufgrund der Wirtschaftskrise würden nun reguläre Fabrikarbeiter entlassen und als billige Alternative Kinder aus der Region Beichuan angeheuert. Die Schüler kämen mit gefälschten Schulpapieren. Angeblich würden keine Schulgebühren berechnet, dennoch würde von jedem Schüler eine Dienstleistungsgebühr von umgerechnet 300 US $ verlangt. Um diese Gebühren aufbringen zu können, würden die Kinder im Rahmen eines Arbeitsausbildungsprogrammes in die entsprechenden Industrieregionen gesandt, so der ungenannte Autor des Blogs. Weniger als umgerechnet 30 US $ Monatsgehalt würde der Schule überwiesen. Der Autor: „Manche der Schüler hier sind so hungrig, dass sie nicht arbeiten können. Manche Mädchen sagen, sie müssten ihre Familien um Geld bitten, um ihre Lebenshaltungskosten decken zu können.“ Wenn die Behauptungen des Blogs korrekt sind, dann kommt es neun Monate nach dem großen Erdbeben in China offenbar zu einigen „Nachbeben“, die unbequeme Fragen aufwerfen. Quelle: CSR Asia vom 25. Februar 2009 (Link nicht mehr verfügbar)

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