Delhi: Neuer Plan zur Abschaffung von Kinderarbeit

Das Parlament in Delhi, Indien bat die Regierung, einen neuen Plan durchzuführen, um Kinderarbeit in der Hauptstadt innerhalb von sechs Monaten zu beenden. „Kinder sind die Zukunft. Um unseren Kindern eine gute Zukunft zu sichern, müssen wir dafür sorgen, dass sie gebildet und nicht ausgebeutet werden,“ sagt ein Richter. „Kinder sind die verletzlichsten Mitglieder jeder Gesellschaft. Da sie körperlich und mental noch nicht fertig entwickelt sind, brauchen sie besondere Hilfe. Das Problem in Entwicklungsländern wie Indien ist nicht so einfach. Hier existiert ein Zusammenhang zwischen Analphabetismus, Kinderarbeit und Armut.“ Das Gerichtsurteil wurde nach einer Anfrage der Bachpan Bachao Andolan Organisation gefällt, deren Ziel es ist, Kinderarbeit in Indiens Hauptstadt zu beenden. Das Gericht nahm den Vorschlag der National Commission for the Protection of Child Rights (NCPCR) auf. So werden Firmen, die Kinder einstellen, sofort Bußgelder auferlegt.

Diese betragen rund 20,000 Rs (1.370 Euro). Die Bußgelder werden anschließend für die Bildung der geretteten Kinder genutzt. Polizeirazzien in Firmen sollen dafür sorgen, dass die Arbeitgeber der Kinderarbeiter sofort verhaftet werden. „Die Polizei soll die geretteten Kinderarbeiter beobachten und sie in ein Kinderheim bringen”, sagte das Gericht. Laut der NCPCR hat Kinderarbeit in Delhi zwei Formen. Die erste betrifft Kinder, die mit ihren Eltern in den Elendsvierteln der Stadt wohnen und keine Schule besuchen. Die zweite betrifft Flüchtlingskinder aus anderen Staaten, die ihre Familien zurücklassen mussten. Die NCPCR wird zwei verschiedene Pläne einführen, um diese zwei Gruppen in das Schulsystem zu integrieren. Wenn möglich, soll den Kindern eine Berufsausbildung geboten werden.

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