Nepalesische Kinder als Zirkussklaven nach Indien verkauft

Jährlich werden 12.000 Kinder und junge Frauen aus Nepal als Sklaven an indische Zirkusse verkauft. Nepal gilt als globaler Brennpunkt für Kinderarbeit, seitdem gesellschaftliche Schutzsysteme durch das Bürgerkriegschaos zusammenbrachen. Anstatt die Schule zu besuchen, arbeitet ein Drittel aller fünf- bis 14jährigen Kinder. Der Kinderhandel mit Indien floriert: Eltern kassieren dafür ein Handgeld von umgerechnet 30 Euro. Philip Holmes gründete den „Esther Benjamin Trust“ (EBT), um diese Kinder, die als Sklaven körperlicher und psychischer Misshandlung und sexuellem Missbrauch ausgesetzt sind, zu befreien: „Wir sind diejenigen, die den Kampf gegen die Sklaventreiber der Zirkusse aufgenommen haben.“, so Holmes. Bis 2002 war das Schicksal der nepalesischen Kindersklaven in indischen Zirkussen weitgehend unbekannt, dann rückte der EBT zum ersten Befreiungsschlag aus. Seitdem wurden 300 Kinder gerettet. Um diese Kinder dabei zu unterstützen, in Zukunft ein eigenständiges Leben zu führen, werden sie durch Bildungsmaßnahmen gefördert. Um ihnen den emotionalen Umgang mit den grauenhaften Erfahrungen der Vergangenheit zu erleichtern, gehört auch eine psychosoziale Betreuung zum Programm des ETB. Hier werden die ehemaligen Kindersklaven ermutigt, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Eine junge Frau hat kürzlich gegen einen ehemaligen Peiniger vor Gericht ausgesagt. Link zum Artikel bei Spiegel Online

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