Kinderarbeit in Ecuador

Die UN-Berichterstatterin Gulnara Shahinian, spezialisiert auf gegenwärtige Formen der Sklaverei, ist stark beunruhigt über das kontinuierliche Auftreten von Kinderarbeit in Ecuador. Während eines Ecuadorbesuchs vergangene Woche nahm Shahinian Kontakt zu Interessenvertretern, Kindern und Arbeitern auf. In Kürze wird sie ihren Bericht dem Referat für Menschenrechte vorlegen, das den Vereinten Nationen untergeordnet ist. In Quito lobte sie die Bemühungen der ecuadorianischen Regierung bezüglich der Abschaffung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit, wie Dienstbotenschaft, Zwangsarbeit und Schuldknechtschaft. Die Regierung Ecuadors demonstriert einen stabilen politischen Einsatz in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, NGOs und dem privaten Sektor. Im Jahr 2004, nachdem Human Rights Watch einen kritischen Bericht vorgelegt hatte, institutionalisierte die Regierung einen Strategieplan, um eine Reihe von Arbeitsstätten systematisch überwachen zu lassen. Obwohl verfassungsrechtlich festgelegt wurde, dass Kinderarbeit in gefährlichen Sektoren und unter 15 Jahren verboten ist, ist ausbeuterische Kinderarbeit in Ecuador weiterhin verbreitet. Bananenplantagen, Blumenfarmen und Mülldeponien sind besonders betroffen. In Zusammenarbeit mit UNICEF und der ILO arbeitet die Regierung an praktikablen Lösungen, den betroffenen Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen. UNICEF zufolge liegt die Schwierigkeit, dem Missbrauch von Kinderrechten in Ecuador zu begegnen, im Einkommensungleichgewicht zwischen Familien indigener und afro-ecuadorianischer Abstammung auf der einen und solchen europäischer und Mestizenabstammung auf der anderen Seite. Link zum Artikel (englisch)

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