Kinderarbeit in moderner Landwirtschaft

Laut einer im Jahr 2007 durchgeführten Umfrage des Statistischen Bundesamtes in Peru (INEI) ist der Anteil der arbeitenden Kinder im Land einer der höchsten in Lateinamerika. Gemäß der Umfrage arbeiten hier 28 von 100 Kindern. Es existieren jedoch Unterschiede zwischen urbanen und ländlichen Regionen. Während in Städten nur knapp 13 aus 100 Kindern arbeiten, sind es im ländlichen Raum fast die Hälfte aller Kinder (48%). Diese große Zahl steht in engem Zusammenhang mit Armut. Fast zwei Drittel der Kinder kommen hier aus ärmlichen Verhältnissen. Das Problem ist, daß die Arbeit von Kindern in ländlichen Regionen allgemein akzeptiert und von deren Familien zumeist auch erwartet wird. Es handelt sich jedoch nicht nur um die traditionelle Landwirtschaft, in der Minderjährige beschäftigt werden, sondern auch um die moderne Agrikultur. Hierbei werden von Firmen im großen Stil Produkte für den Massenexport hergestellt, vor allem Spargel, Paprika, Artischocken, Trauben und andere Früchte. Obwohl diese Export-Landwirtschaft sehr gewinnbringend ist, kann sie wegen der Anstellung Minderjähriger nicht als Erfolgsmodell gelten. Hier müssen die Unternehmer vom peruanischen Staat in die Pflicht genommen werden, damit die Rechte von Kindern und Jugendlichen gewährleistet bleiben.1)

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