Human Rights Watch dokumentiert Kinderarbeit auf kasachischen Tabakplantagen

Auf kasachischen Tabakplantagen, die für das Unternehmen Philip Morris International produzieren, ist es Human Rights Watch zufolge zu zahlreichen Fällen von Kinderarbeit sowie zu Zwangsarbeit und Ausbeutung von Wanderarbeitern gekommen. So wurde davon berichtet, dass einige Arbeitgeber die Pässe der Wanderarbeiter einbehielten, ihnen keine schriftlichen Verträge gaben und sie nicht regelmäßig entlohnten. Außerdem arbeiteten bereits zehnjährige Kinder auf den Tabakplantagen, obwohl diese Arbeit gerade für Kinder sehr gefährlich ist. Human Rights Watch dokumentierte für das Jahr 2009 insgesamt 72 Fälle von Kinderarbeit auf den Tabakplantagen. Die Arbeit auf den Tabakplantagen gilt Experten zufolge als eine der schlimmsten Formen von Kinderarbeit, bei der Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht eingesetzt werden sollen, da sie beim Umgang mit Rohtabak und Pestiziden besonders hohen Risiken ausgesetzt sind. Die Kinder verrichten über Monate hinweg schwere körperliche Arbeit und werden hohen Nikotinmengen ausgesetzt. Außerdem fehlen die Kinder durch die Arbeit auf den Plantagen jedes Jahr mehrere Monate in der Schule. Nachdem Human Rights Watch den Bericht Philip Morris International vorlegte, versprach das Unternehmen, 2010 eine Reihe von Maßnahmen zu ergreifen, um Missbrauch zu verhindern und zu beseitigen. Dies kann nach Ansicht von Human Rights Watch allerdings nur durch regelmäßige, unabhängige Kontrollen und anhaltende Bemühungen gelingen. Link zum Artikel: Kasachstan: Wanderarbeiter auf Tabakplantagen betrogen und ausgebeutet

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