Kolumbien: 100 Minderjährige in Goldmine in Bolívar beschäftigt

Bild: © n.v. -

In der Goldmine Santa Cruz im kolumbianischen Departement Bolívar wurden laut Angaben der Behörden mindestens 100 Minderjährige entdeckt, die dort erheblichen Gefahren ausgesetzt waren. Die Arbeit in den Goldminen gehört zu den schlimmsten Formen von Kinderarbeit. Mithilfe verschiedener Maßnahmen versucht die Regierung von Bolívar die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen in der Mine zu unterbinden. „Um die Kinderarbeit in den Minen und Stollen abzuschaffen, entwickeln wir einen einheitlichen Plan. Doch zunächst müssen wir die Vergangenheiten dieser Kinder im Hinblick auf ihre Bildung, ihre Gesundheit und das Einkommen ihrer Eltern kennen.“, so Léster Romero Mercado vom Ministerium für Bergbau und Energie (Secretaria de Minas y Energía de Bolívar). Dem Projekt vorangegangene Studien zeigen, dass die in der Goldmine beschäftigten Kinder und Jugendlichen ständigen Risiken ausgesetzt sind, die ihr Leben gefährden und eine gesunde Entwicklung verhindern. Das Pilotprojekt umfasst nun unter anderem die Bildung eines Komitees zur Risikoanalyse im Bergbau sowie die Ausarbeitung eines konkreten Plans, der den schädlichen Auswirkungen der Kinderarbeit in den Minen entgegenwirken soll. Das Ziel der Initiative ist es, die Ausbeutung Minderjähriger in großem Rahmen zu beenden, indem Alternativen geschaffen werden.

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