Aserbaidschan: Kinderarbeit verschlimmert sich weiter

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Bild: © n.v. -

Nach Informationen der Enthüllungsplattform WikiLeaks hat die Kinderarbeit in Aserbaidschan deutlich schlimmere Ausmaße angenommen als in der Vergangenheit. Gegenwärtig arbeiten Kinder im Drogenhandel oder sind gezwungen, sich zu prostituieren. Auch gibt es Fälle, in denen die Minderjährigen nach Dubai oder in die Türkei verkauft wurden.

Bisher war die Kinderarbeit vor allem auf die Landwirtschaft beschränkt, wo Minderjährige an der Baumwollernte mitwirken mussten. Dabei ist nicht eindeutig zu beantworten, ob die Kinderarbeit eher eine Folge oder ein Symptom des schlechten Bildungssystems ist. Da viele Schulabgänger ohnehin nur unqualifizierte Arbeiten angeboten bekommen, erscheint Bildung den Einheimischen als Zeitverschwendung.

Der Baumwollanbau hat in jüngster Zeit enorm an Bedeutung verloren. Während zu Sowjet-Zeiten noch 32.000 Hektar als Anbaufläche genutzt wurden, sind es heute gerade einmal 1.700. Damit bleiben nur 5% der ursprünglichen Nutzfläche übrig. Was mit der übrigen Anbaufläche geschieht, zeigt sich wohl an den neuen Tätigkeitsfeldern der Kinder.

 

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Über Mathias / EarthLink

Praktikant bei EarthLink / Student der Politikwissenschaft mit Nebenfach Geschichte an der LMU München. Aufgabenbereiche: Projektmitarbeit "Aktiv gegen Kinderarbeit" und "Drogen Macht Welt Schmerz"
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