Indien: Generelles Verbot der Kinderarbeit in Aussicht

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Nach Aussage von Kapil Sibal, des Ministers für Soziale Angelegenheiten und Entwicklung, plant die indische Regierung ein generelles Verbot der Kinderarbeit. Ein umfassendes Verbot der Kinderarbeit ist besonders für den Agrarsektor von Bedeutung.

Bisher ist die Erwerbstätigkeit Minderjähriger in bestimmten Bereichen möglich. Ausgeschlossen sind so genannte Risiko-Tätigkeiten wie das Ausbringen von Pestiziden und Insektiziden, die Pressung von Tabak, Lagerarbeit, Arbeit an Maschinen, die Verarbeitung von Cashewnüssen sowie die Arbeit in Restaurants oder als Haushaltshilfen.

Als großes Tätigkeitsfeld bleibt die Arbeit in der Landwirtschaft. Nach einem Bericht der ILO (der Internationalen Organisation für Arbeit) beträgt der Anteil des Agrarsektors an der Kinderarbeit in Indien rund 80%. Verboten sind dabei nur wenige Tätigkeiten, wie die Bedienung von Traktoren und Erntemaschinen sowie die Heuernte.

Begleitend zu dem Verbot soll, besonders in ländlichen Gebieten, der Bau von Schulen intensiviert werden. Durch eine gute Erreichbarkeit soll so ein Anreiz für den Schulbesuch geschaffen werden. Als Voraussetzung für den Ausbau nennt der Minister eine Erfassung aller schulpflichtigen Kinder. Bisher konnte nicht genau bestimmt werden, wie viele zusätzliche Schulen benötigt würden.

Bestärkt wird der Ausbau des Bildungsnetzes durch ein bestehendes Gesetz, welches unter der Bezeichnung Right to Education bekannt ist und Kindern von 6-14 Jahren freien Zugang zur Bildung ermöglicht. Für die Errichtung von Schulen sieht das Gesetz finanzielle Unterstützung vor.

 

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Über Mathias / EarthLink

Praktikant bei EarthLink / Student der Politikwissenschaft mit Nebenfach Geschichte an der LMU München. Aufgabenbereiche: Projektmitarbeit "Aktiv gegen Kinderarbeit" und "Drogen Macht Welt Schmerz"
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