Apple überprüft Zulieferer auf Kinderarbeit, Zwangsarbeit und schlechte Arbeitsbedingungen

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Apple will härter gegen seine Zulieferer bezüglich Kinderarbeit und schlechten Arbeitsbedingungen vorgehen, nachdem im letzten Jahr wieder viele Vorwürfe und Verstöße ans Licht kamen.

So tritt Apple nun als erster Hersteller in der Elektronikbranche der Organisation Fair Labor Association (FLA) bei und verpflichtet sich damit, in der gesamten Lieferantenkette für faire Arbeitsverhältnisse zu sorgen. Die Organisation führt eigene Kontrollen durch, dazu kommt ein Anstieg der Apple-internen Kontrollen von 80 Prozent.

Außerdem veröffentlicht Apple erstmals eine Liste der 156 Zulieferer1) sowie einen passenden Bericht („Apple Supplier Responsibility: 2012 Progress Report“)2). Dort räumt der Hersteller Defizite in den Beschäftigungsverhältnissen ein. Es wird beispielsweise offiziell bestätigt, dass 2011 wegen mangelnder Sicherheit bei zwei Explosionen in chinesischen Fabriken 4 Menschen getötet und 77 verletzt wurden.

Auch wurde im vergangenen Jahr bei Kontrollen in 5 Werken die Beschäftigung Minderjähriger festgestellt – Apple weist darauf hin, dass diese unabsichtlich war und durch mangelhafte Überprüfung von Dokumenten zustande kam.

Des Weiteren legen die Inspektionen offen, dass in vielen Werken eine Arbeitswoche mit über 60 Stunden alltäglich ist und viele Arbeiter mehr als 6 Tage am Stück arbeiten müssen. Deshalb setzt Apple 2012 die Prioritäten wieder auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Link zum Artikel (deutsch)

Link zum Artikel (englisch)

  1. Liste der Zulieferer []
  2. Bericht []

Über daria / earthlink

Projektmitarbeit "Aktiv gegen Kinderarbeit", "Drogen und Entwicklung"; Recherchearbeit; Radiosendung
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