Indien: Verschleppung von Kindern für Zwangshochzeiten, Kinderarbeit und Organspenden

Bild: © n.v. -

Regelmäßig werden Kinder aus dem Nordosten Indiens von Menschenhändlern in den indischen Bundesstaat Haryana gebracht und dort zur Heirat gezwungen. Gesetzlich festgesetzt ist, dass Mädchen mindestens 18 Jahre alt sein müssen, um zu heiraten. Jedes 13. Mädchen wird allerdings schon im Alter zwischen 10 und 14 Jahren gegen ihren Willen verheiratet.1)

Aber auch Kinder aus dem benachbarten Nepal und Bangladesch und anderen Teilen Indiens werden tagtäglich von Menschenhändlern in indische Großstädte verschleppt. Ein Großteil von Ihnen landet in Bordellen, der andere Teil wird von Menschenhändlern als Kinderarbeiter, Organspender oder Kamelreiter eingesetzt. Indien gilt als Land mit der weltweit höchsten Zahl an Lebend-Organspenden. Vor allem Nieren werden gespendet, aber auch Augen und Haut.Im Jahr 1994 ist in Indien ein sehr strenges Transplantationsgesetz in Kraft getreten, das den kommerziellen Organhandel verbietet und nur Familienangehörige als Organspender erlaubt.

Doch der Alltag in Indien sieht oftmals anders aus als die gesetzlichen Vorschriften. Um der organisierten Kriminalität den Kampf anzusagen, hat das Innenministerium am Mittwoch beraten, welche Maßnahem ergriffen werden können, um den Menschenhandel im Land zu unterbinden. Zunächst sollen über 330  AHTUs (Anti human trafficking units) aufgebaut und über 10.000 Polizisten im Umgang mit Menschenhandel geschult und sensibilisiert werden. Zudem ist geplant, die bereits vorhandenen Gesetze gegen Menschenhandel effektiver und wirkungsvoller durchzusetzen.

 

Organhandel Indien

Link zum Artikel

  1. http://www.robinson-im-netz.de/Info/Land+und+Leute/Indien/Heirat.html – nicht mehr verfügbar []
Dieser Beitrag wurde unter Internationales, Politik abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.