Chinesische Ein-Kind-Politik beflügelt Babyhandel

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Die strikte Ein-Kind-Politik sorgt in China offenbar für einen florierenden Handel mit Babys. So wurden in einem aktuellen Fall nun 35 des Babyhandels beschuldigter Personen mitunter zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Gleichzeitig wurde gegen die Chefin des Babyhandelrings die Todesstrafe verhängt. Der Bande wird vorgeworfen, 223 Babys verkauft zu haben.

Anscheinend war es die Methode der Babyhandel-Bande, Babys in der südchinesischen Provinz Yunnan zu entführen, beziehungsweise verzweifelten Eltern abzukaufen, um diese anschließend in der zentralchinesischen Provinz Henan weiterzuverkaufen. Für ein Mädchen wurden hierbei umgerechnet etwa 2500 Euro verlangt, wohingegen für einen Buben sogar 3800 Euro veranschlagt werden. Der Hintergrund ist dabei, dass viele chinesische Paare sich einen männlichen Stammhalter wünschen, welcher später für die Eltern sorgen soll.

Die Tatsache, dass vielen Eltern aufgrund der von rund 500 000 Beamten überwachten Ein-Kind-Politik, dieser Wunsch verwehrt bleibt, macht den illegalen Babyhandel dabei besonders lukrativ. Bei Zuwiderhandlung drohen den Eltern sowohl hohe Geldstrafen, als auch andere Schikanen wie beispielsweise der Verlust des Jobs. Auch ist erst jüngst der Fall einer im siebten Monat schwangeren 23-Jährigen publik geworden, welche von Staatsbediensteten zu einer Zwangsabtreibung getrieben wurde. Trotz großer Ablehnung gegenüber des Gesetzes innerhalb der Bevölkerung, erscheint eine Lockerung weiterhin unwahrscheinlich.1) 2)

  1. Artikel Spiegel Online []
  2. Artikel Kurier []

Über moritz / earthlink

Praktikant bei EarthLink / Student der Politikwissenschaft und der Kommunikationswissenschaft und Medienforschung and der LMU München
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