Grabsteine ohne Kinderarbeit in Leutkirch?

Leutkirch, Allgäu, Kommune, Wappen | Bild: © n.v. - Wikimedia Commons

Auch in Leutkirch sollen künftig Grabsteine aus Kinderarbeitsproduktion auf städtischen Friedhöfen verboten werden. Hubert Moosmayr vom Bürgerforum Abel fordert einen solchen Beschluss. Aber auch hier wie in zahlreichen weiteren Kommunen regt sich Kritik aus den Reihen der Steinmetzbetriebe. Stefan Joser, Innungsobermeister für den Raum Oberschwaben: „Wir wehren uns dagegen, dass wir diejenigen sind, die dann den Nachweis führen sollen. Das können wir so nicht leisten. Sollte ein Verbot per Satzung tatsächlich kommen, muss auch genau festgelegt werden, welche Zertifikate vorgelegt werden müssen, damit der Stein auf dem Friedhof aufgestellt werden darf.“

Man ist sich einig, dass eine verbindliche Regelung – trotz Empfehlung des Bundesverbandes, keine Grabsteine aus Indien zu verkaufen – bisher nicht durchsetzbar sei. Teilweise stammen bis zu 80% der neu aufgestellten Grabsteine aus Indien und sind deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Kinderarbeit in Berührung gekommen. Joser fordert, dass auch die Kunden in die Pflicht genommen werden müssen: Verbraucher sollten gezielt nach der Herkunft der Grabsteine fragen und indische ablehnen. Ein allgemeines Umdenken begrüßt er: “Keiner will schließlich Kinderarbeit, auch kein Steinmetz.”

Link zum Artikel (schwäbische.de)

Über nikoletta / EarthLink

Projektmitarbeiterin: "Drogen und Entwicklung", "Facing Finance", "Aktiv gegen Kinderarbeit", "Fluchtgrund". Praktikanteneinarbeitung und -betreuung, Betreuung von Bundesfreiwilligen, Beantragung von Fördermitteln, Blogeinträge, Recherche
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