Wenn Hoffnung doch noch ein Weg ist

Bild: © Kmiragaya - Dreamstime.com

SOLD. – Der amerikanischen Filmemacher Jeffrey D. Brown (Preisträger des Academy und Emmy Awards für den Film Molly’s Pilgrim) und die britische Schauspielerin, Produzentin und Drehbuchautorin Emma Thompson (mehrfache Golden Globe und Oskar- Preisträgerin z.B. Sinn und Sinnlichkeit) adaptierten das international gefeierte und gleichnamige Buch von Patricia McCormick, welches die schlimmen Zustände und Folgen von Kinderhandel und -prostitution thematisiert und auf wahren Begebenheiten beruht. Der Film wurde erstmals am 8. April 2014 bei der Eröffnungsnacht des Indian Film Festival in Los Angeles vorgestellt. Bisher wurde SOLD bei den Filmfestivals in Seattle, Albuquerque, London und New York gezeigt, wo er den Titel „Bester narrativer Film“ und den Publikumspreis gewann. In den Hauptrollen sind Gillian Anderson (Akte X), Andrew Arquette (Scream) und Neerja Naik (Hackney’s Finest).1)

Positiv bewertet wurde der Film vor allem dafür, dass er die Bedeutung der Independent-Filme in der modernen Gesellschaft zeigt und diesie ermutigt, sensible Themen ohne Angst anzusprechen und Widerstand zu leisten. So wurde auch das Publikum mit Diskussionen über die ernsthafte und weltweite Problematik des Kinderhandels und Zwangsprostitution zusätzlich informiert und sensibilisiert.

Die 13-jährige Lakshmi lebt mit ihrer Familie in einer kleinen Hütte in den Bergen von Nepal. Trotz der sehr armen Verhältnisse, macht sich das Mädchen das Leben mit Kleinigkeiten wie ihrer Ziege oder Hüpfspielen schön. Als ihre Familie jedoch die gesamte Ernte während eines Monsuns verliert, schickt der Stiefvater sie in die Stadt zum Arbeiten. Voller Stolz und Hoffnung, endlich eigenes Geld zu verdienen und der Familie helfen zu können, macht sich Lakshmi auf die lange Reise nach Indien. Doch dort lernt sie die unerbittliche Realität kennen: Sie wurde in die Prostitution verkauft.2)

Mit SOLD illustriert Jeffrey D. Brown die Brutalität des Kinderhandels, die Millionen von Kindern jedes Jahr weltweit erfahren müssen. Kinderhandel ist ein globales Thema mit ernsthaften Konsequenzen. Die ILO schätzt die Zahl der in Sklaverei lebenden Menschen auf über 20 Millionen, davon über fünf Millionen Kinder unter 18.

Intention des Films ist es, globales Bewusstsein für den illegalen Handel und dessen Folgen zu schaffen. Auch fordert er die internationale Gemeinschaft auf, die Verantwortlichen regional und international zu ahnden. SOLD macht zudem aufmerksam auf Organisationen in Indien, Nepal und den USA, welche sich der Problematik verschrieben haben und kooperiert mit Organisationen wie Childreach International und StolenYouth, um die Spendengelder zu steigern und die Initiativen am Leben zu erhalten.

Das Besondere an dem Film ist, dass er nicht nur Leid und Verzweiflung zeigt, sondern auch Hoffnung. Inspirierend ist die Haltung des Mädchens. Trotz der scheinbar ausweglosen Situation, schafft es Lakshmi an ihrem Glauben, entkommen zu können und ein gerechtes und menschenwürdiges Leben führen zu können, festzuhalten.3)

  1. Deziblitz: LIFF. 2014 – aufgerufen am 23.07.2014 []
  2. Internet Movie Database: Sold – zuletzt aufgerufen am 31.07.15 []
  3. Sold the Movie – aufgerufen am 23.07.2014 []

Über jana / earthlink

Hi! Mein Name ist Jana, ich studiere Politik und Interkulturelle Studien in Regensburg. Um mehr Erfahrung im entwicklungspolitischen Bereich zu sammeln, mache ich derzeit ein Praktikum bei earthlink e.V. :)
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