Die UN setzt auf Lebensmittelhilfe gegen Kinderarbeit

Bild: © Dennis Jarvis - Wikimedia Commons

In Ägypten verteilt die UN Lebensmittel, um die Kinder in den Schulen zu behalten. Fast 24 000 Kinder erhielten Schulmahlzeiten und Lebensmittelrationen für ihre Familie, im Gegenzug zum regelmäßigen Schulbesuch.
Fast 15 Prozent der Kinder in Ägypten müssen arbeiten, viele davon als Saisonarbeiter auf Farmen. Das World Food Programme (WFP) der UN hilft gezielt 100.000 Kindern in 651 Schulen in den ärmsten Regionen Ägyptens. Das Hilfsprogramm der Vereinten Nationen hat einen Wert von insgesamt 60 Millionen Euro.

Laut Amina Al Korey, Sprecherin des World Food Programms, profitierten seit April schon 24 000 Kinder von der Lebensmittelverteilung. In Ägypten wächst die Bevölkerung schnell, jedoch gibt es nur wenige Job-Möglichkeiten und das Land ringt darum, im Angesicht der Armut die Bildung zu verbessern.

Die Initiative ist dazu entworfen, Mangelernährung zu bekämpfen, als einer der wichtigsten Faktoren, um Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen und nicht an Kinderarbeit zu verlieren. Das Modell der Lebensmittelunterstützung hat sich als effektiv bewiesen. Kinder mit einer Anwesenheitsquote von 80 Prozent bekommen monatlich ein Essenspaket, das 10 Kilo Reis und einen Liter Öl zum Kochen enthält. Der Erhalt der Lebensmittel soll den Ausfall des Gehaltes aus Kinderarbeit kompensieren, um den Eltern einen Anreiz zu geben, vor allem Mädchen den Schulbesuch zu erlauben. Während der Schulzeit bekommen die Kinder mit Vitaminen und Mineralien angereicherte Riegel, um die Konzentration zu fördern.

Mit diesem einfachen Prinzip können große Erfolge erzielt werden, man bekämpft Kinderarbeit und Hunger gleichzeitig. Außerdem wird die Bildung gefördert, was der erste Schritt für eine bessere Zukunft für diese Kinder ist.1)

  1. Reuters, U.N. uses food aid to fight against child labour in Egypt Stand: 19.06.15 []

Über Katharina / earthlink

Ich studiere Politikwissenschaften an der LMU München und bin für ein Praktikum bei earthlink e.V., um Erfahrungen in der entwicklungspolitischen Bildung zu sammeln.
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