„Fast Fashion“, von Kindern hergestellt: Was kann ich dagegen tun?

Bild: © marissaorton - Wikimedia Commons

Mode ist ein schnelles Geschäft, vom Entwurf zum fertigen Produkt in den Läden, dauert es nur zwei bis drei Wochen. Damit brüsten sich große Konzerne wie H&M und die Inditex Unternehmen, Zara, Bershka etc.

Trends verändern sich schnell und wir wollen mithalten. Wie man sich kleidet, sagt doch einiges über die Persönlichkeit aus, oder nicht?
Doch was bedeutet unsere Vorliebe für günstige, ständig auszutauschende Kleidung eigentlich für den Rest der Welt?

Irgendwie wissen es die meisten, ein Shirt für zehn Euro, wie viel kann da eigentlich für die Näher*innen übrigbleiben? Dass es bei solchen Preisen nicht fair zugehen kann wissen wir. Doch fehlen am Ende die Zusammenhänge. Viele Informationen sind vage, genau wie die Transparenz der Produktionsketten. Man würde doch so gerne glauben, was die Firmen vermarkten, ihr grünes, gesellschaftlich engagiertes Image: Sie bringen Beschäftigungsmöglichkeiten in Entwicklungs- und Schwellenländer, bieten Chancen und helfen dort den Fortschritt zu verbreiten.
168 Millionen Kinder müssen tagtäglich arbeiten, ein großer Teil von ihnen für die Modeindustrie. Sie arbeiten auf den Baumwollfeldern Usbekistans, nähen Sweatshirts in indischen Fabriken, besticken abertausende von Shirts mit etlichen Pailetten.
Die Thematik bestürzt den Menschen und wird schnell wieder verdrängt. 2013 als mehr als tausend Menschen in einer eingestürzten Modefabrik in Bangladesch umkamen, war der globale Norden geschockt. Sind es doch wir, die genau aus diesen Fabriken unsere Kleidung beziehen.
Doch es gibt bessere Möglichkeiten als blind weiter zu konsumieren.

1.Bewusster Konsum

Jeder braucht Kleidung. Eine Möglichkeit ist es aber, auf Qualität statt Quantität zu setzen. Kaufen Sie sich Kleidungsstücke, die Ihnen richtig gut gefallen. Die sie für eine längere Zeit tragen werden. Legen Sie Wert auf die Qualität der Klamotten. Sich günstige und dafür schnell austauschbare Kleidung zu kaufen ist nicht nachhaltig und stärkt die Nachfrage, nach Kinderarbeit. Die bewusste Freude an einem hochwertigerem potentiellen Lieblingskleidungsstück ,schlägt den Verzweiflungskauf eines „ Ist nicht schade darum, war sowieso sehr günstig“ -Teils ohnehin.

2. Transparenz

Mittlerweile gibt es immer mehr Bestrebungen, Wertschöpfungsketten nachzuvollziehen. Verschiedene Siegel und Applikationen können helfen, sich zu informieren. Auf unserer Firmenliste präsentieren wir Daten im Bezug auf faire Herstellung und Kinderarbeit. Wir laden Sie ein sich hier zu informieren und falls Ihnen Daten oder gewisse Firmen fehlen zögern Sie nicht, sich an uns zu wenden.
Die Dokumentation „ The True Cost“ beschäftigt sich mit der Thematik der schnellen Modemache, die Filmemacher reisen an Herstellungsorte und stellen bewegend und interessant die aktuelle Situation an. Zu finden ist die Dokumentation online unter The True Cost.

Über Katharina / earthlink

Ich studiere Politikwissenschaften an der LMU München und bin für ein Praktikum bei earthlink e.V., um Erfahrungen in der entwicklungspolitischen Bildung zu sammeln.
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