Ferrero

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kakao - Palmöl - Zucker -
Branchenzuordnung: Süßwaren -

Marken und Produkte von Ferrero:

  • Nutella, Nutella & GO
  • Ferrero: Cappuccino, Garden, Küsschen, Rocher, Rondnoir
  • Die Besten von Ferrero
  • Kinder: Brioss, Bueno, Choco Fresh (früher: Prof. Rhino), Country, Délice, Friends, Happy-Hippo-Snack, Happy-Hippo Crocky, Joy, Maxi King, Paradiso, Pinguí, Riegel, Schokolade, Schoko-Bons, Überraschungsei
  • Duplo
  • Hanuta
  • Milch-Schnitte
  • Mon Chéri
  • Giotto
  • Raffaello
  • Yogurette
  • tic tac
  • Estathé (Schwarztee-Getränk)
  • Fiesta
  • pan e chioc
  • Pocket Coffee
  • Tronky

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Ferrero spricht sich in seinem Code of Business Conduct, sowie in seinem Code of Ethics eindeutig gegen Kinderarbeit aus. Dieser folgt dabei den zehn Global-Contact-Prinzipien der Vereinten Nationen und basiert auf den ILO-Konventionen 138 und 182 .1)
  • Die Einhaltung der im Code of Business Conduct festgeschriebenen Normen verlangt Ferrero auch von allen Lieferanten, Handelspartnern, Distributoren und Wiederverkäufern.4)
  • Ferrero ist Gründungsmitglied beim “Forum Nachhaltiger Kakao”, das 2012 durch das Bundeslandwirtschafts- (BMELV) und das Bundesentwicklungsministerium
    (BMZ) ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen des Forums engagiert sich Ferrero in Zusammenarbeit mit den Ministerien, NGOs und Gewerkschaften für nachhaltigen Kakao.1)
  • Bis 2020 möchte Ferrero ausschließlich 100% zertifiziert nachhaltigen Kakao in der Süßwarenproduktion verwenden.1)
  • (Der Konzern ist aktives Mitglied und Hauptgeldgeber des „Public-Private-Partnership (PPP) Agreement“ der International Labour Organization (ILO) und der Association of Chocolate, Biscuit and Confectionary Industries of Europe (CAOBISCO) und engagiert sich dabei insbesondere in der Haselnussindustrie gegen Kinderarbeit.1) )

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Ferrero führt regelmäßig Audits gemäß der eigenen Spezifikations- und Qualitätsanforderungen in den Produktionsstätten durch.1)
  • Ende 2013 bezog die Firma mehr als 25% des Kakaos aus zertifizierten Produktionsstätten.1)
  • Ferrero pflegt eine äußerst enge Beziehung mit Fairtrade und gab auf der Internationalen Fairtrade Conference im März 2014 die offizielle Zusammenarbeit bekannt.1)
  • Im Bereich Haselnüsse stellte Ferrero für die kommende Ernte (2014) ein Programm auf, das mithilfe von Auditierungs- und Reportingsystems sowie Feldbesuchen vor Ort die Produktionsstandards sichern soll.1)Ferrero plant bis 2020 die Rückverfolgbarkeit bei 100 Prozent der verwendeten Haselnüsse zu erzielen.” (Homepage des Unternehmens)
  • Ferrero gibt an, Lieferantenzertifikate auszustellen. Außerdem werden laut dem CSR Bericht 2009/2012 interne Kontrollen zur Überprüfung von Qualität und Sozialstandards durchgeführt. Allerdings wird nicht erwähnt, ob Ferrero seine Zulieferer explizit auf Kinderarbeit überprüft.5)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen bezieht einen Großteil seiner Haselnüsse aus Plantagen an der türkischen Schwarzmeerküste. Dort werden immer wieder Fälle von Kinderarbeit bekannt.6)7)
  • Das Unternehmen bezieht (wahrscheinlich) Kakao aus der Elfenbeinküste (woher 40% des auf dem Weltmarkt gehandelten Kakaos stammt) oder anderen westafrikanischen Ländern. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt und in einer Studie des International Institute for Tropical Agriculture (IITA) belegt worden. 8)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Zu den Vorwürfen in der Haselnussproduktion gab Ferrero uns gegenüber keine Stellungnahme.
  • Laut der Firma wurde 2013 aufgrund von nicht eingehaltenen Arbeitsstandards in der Kakaobranche die Kooperation mit einer Produktionsstätte eingestellt.1)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Mitarbeit bei ICI, der “International Cocoa Initiative – Working Towards Responsible Labour Standards for Cocoa Growing” in Zusammenarbeit mit der International Labour Organization (ILO). Eines der Ziele ist die Abschaffung ausbeuterischer Kinderarbeit.1)
  • In Zusammenarbeit mit Source Trust kämpft Ferrero in Ghana gegen die schlimsten Formen der Kinderarbeit. Zudem fördert Ferrero mithilfe diverser Förderprogramme und Fortibildungsmaßnahmen die Gemeinschaften in Ghana. Dabei steht die Entwicklung und Implementierung des „Child Labor Monitoring System“ (CLMS) im Mittelpunkt.9)1)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Mitglied bei der World Cocoa Foundation (WCF)10)
  • Mithilfe von sozialen Unternehmen, den “Imprese Sociali” versucht Ferrero die Lebensbedingungen von Menschen in armen Ländern zu verbessern. Die Gewinne, die die Unternehmen machen, werden für soziale Förderprogramme wie Schuldbildung oder Gesundheitssystem genutzt. In dem Zusammenhang restaurierte Ferrero die Japie Greyling Schule in Südafrika um das Angebot an Ausbildungsplätzen zu steigern.1)
  • Ferrero ist Mitglied der CAOBISCO (Chocolate, biscuits & confectionery of Europe) engagiert sich dabei für mehr Transparenz und Rückverfolgbarkeit der gesamten Wertschöpfungskette in der Haselnussernte.11)1)

—–

  1. Angaben der Firma gegenüber earthlink e.V. [] [] [] [] [] [] [] [] [] [] [] [] [] [] [] [] [] []
  2. Manager Magazin: Ségolène Royal zieht in den Nutella-Krieg []
  3. WDR Sendung vom 8. August 2011: Der Ferrero-Check []
  4. Ferrero Corporate Social Responsibility Report 2009/2010 []
  5. Ferrero Canada Corporate Social Responsibility Report 2009/2010 []
  6. WDR Sendung vom 8. August 2011: Der Ferrero-Check – Ausschnitt zu Kinderarbeit []
  7. 2013 US Department of Labor List of Goods Produced by Child Labor or Forced Labor []
  8. IITA Report []
  9. Source Trust – aufgerufen am 25.04.14 []
  10. wcf online []
  11. CAOBISCO – aufgerufen am 25.04.14 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

15 Antworten zu Ferrero

  1. Horst Schiffmann sagt:

    Lest euch mal folgenden Artikel durch:
    http://www.zeit.de/2014/52/kinderarbeit-schokolade-suessigkeiten-kakaoplantage
    Daraus geht eindeutig hervor unter welchen erbärmlichen Bedingungen Kinder und Erwachsene für Ferrero arbeiten müssen. Und dann tun sie so als ob sie was dagegen tun würden. Es ist eine Schande was Ferrero da tut um noch mehr Milliarden anzuhäufen. Man sollte das Zeug nicht mehr essen.
    Und es wird Zeit, dass endlich jede Firma nachweisen muss, dass ihre Produkte nicht aus Sklavenählicher Arbeit und Kinderarbeit produziert wird.
    Die Beschreibungen hier was Ferrero gutes macht scheinen eine gemeine Lüge zu sein um die Verbraucher in die Irre zu führen.

    • nikoletta / EarthLink sagt:

      Hallo Herr Schiffmann, die Bewertungen auf unserer Firmenseite ergeben sich aus aufwändiger laufender Recherche. Die Rechercheergebnisse basieren auf unterschiedlichsten glaubwürdigen Quellen – deshalb ist es unangemessen uns hier der Lüge zu bezichtigen. Verbraucher werden von uns umfassend informiert und keineswegs in die Irre geführt.
      Dass es Vorfälle von Kinderarbeit in den Produktionsgebieten gibt und gab, aus denen Ferrero Haselnüsse (und auch Kakao) bezieht, wie es in Ihrem Artikel beschrieben wird, ist unbestritten. Man sollte aber auch berücksichtigen, dass das Unternehmen sich der Problematik bewusst ist und es sich zum Ziel gesetzt hat, weitere sozialverantwortliche Maßnahmen zu ergreifen. Ob diese bis zum avisierten Termin umgesetzt werden können, ist eine andere Frage.

  2. Pingback: einmal um die welt: die nutella-wertschöpfungskette | No Average Robot

  3. oasdnf öoid sagt:

    Ich finde es auch sehr wichtig, darauf zu achten nur bei politisch Korrekten Firmen einzukaufen. ICh habe auch kein Problem damit, dann mehr Geld auszugeben, solange die Qualität stimmt. Jedoch, habe ich das Gefühl, dass jede Firma diese ‘Industrieschwäche’ ausnutzt. Könnte man einfach mal eine Liste erstellen, in der ausschließlich geprüfte Firmen drauf stehe? So hätte man einen tollen Überblick und auch Leuten, die sich eigentlich nicht besonders darür interessieren und recherchieren, würden vielleicht daruaf achten. Wir müssen auf jeden Fall etwas dagegen tun. Die globalisierung schreitet weiter fort!

    LG und danke für die guten Beiträge, die mir geholfen und mich in meinen Überlegungen weiter gebracht haben.

  4. Pingback: Frohe Ostern!? - GRÜNE JUGEND Hennef

  5. Nadja Dobrinski sagt:

    Ich verzichte seit Anfang 2012 auf unfaire Schokolade, da ich damals auch den Film von Miki Mistrati gesehen habe, ich war utiefst erschüttert. Leider bekommt man immer wieder Schokolade von Ferrero,Kraft, Nestle, Mars…geschenkt. Ich schicke diese dann mit einem entsprechenden Kommentar zurück an die Firmen.
    Auch in der Praxis in der ich arbeite, besorge ich fairen Kaffee und Bio-Milch. Seit dem Film hat sich sehr viel verändert, wenn es das Budget zuläßt kaufe ich Bio und Fair ein und konzentriere mich auch auf Naturpflegeprodukte, ich versuche das auch meinem Sohn (erst 6 J.) zu vermitteln, sowie meiner Familie und Freunden/Bekannten/KolleginnenJetzt konzentriere ich mich auch auf faire Kleidung, lieber weniger kaufen, da diese ja etwas teurer ist, dafür aber mit gutem Gewissen tragen.
    Schade das die letzten Beiträge schon so lange her sind. Das Fernsehen sollte öfter solche Berichte senden, um uns erneut aufzurütteln, ist doch immer alles so schnell vergessen.
    Nadja

  6. David sagt:

    Danke an die Homepage für diese Infos!
    Leider bin ich erst vor einigen Tagen auf die Grausamkeiten an der Elfenbeinküste gestoßen. Die Dokumentation von Miki Mistrati hat mich auf die Kinderarbeit, welche ich durch das essen von Schokolade unterstütze, aufmerksam gemacht.
    Schokolade war bis zum Montagabend dieser Woche, noch ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens. So wie andere Leute zwei Schachteln Zigaretten rauchen am Tag, aß ich die Süßigkeit.
    Nun wird mir schlecht bei den Gedanken, Nutella auf mein Brot zu schmieren, und ich kann weder Schoko-Milch-Stangen noch Kakau geschweige von Schokomäusen etc. mehr sehen.
    Mir war nicht bewusst wie wichtig es eigentlich ist, zu Wissen woher mein Essen, meine Kleidung und sonst alles stammt was ich kaufe und konsumiere.
    Ich will in Zukunft bewusster Leben und zwei Mal darüber Nachdenken bevor ich mir etwas in den Mund stopfe.

    Danke

  7. Christian sagt:

    Guten Tag,
    umso eventuellen Kritiken gegenzusteuern: Ich verabscheue Kinderarbeit.

    Ich glaube man sollte das ganze mal ein wenig Objektiv betrachten.
    Punkt 1: Was die Nussernte in der Türkei angeht ist es doch völlig normal das Firmen versuchen den für sich optimalen Einkaufspreis zu erzielen. Das ist eben das Prinzip der Marktwirtschaft. Ich glaube kaum das andere Schokoladenhersteller bereit sind überteuerte Preise für Rohstoffe zu Bezahlen.
    Und wie ich in dem Bericht gesehen habe Beziehen auch andere Hersteller Nüsse aus der Region. Ich finde es “sehr seriös” wenn sich Hersteller wie Mars hinstellen und sagen: Wir haben EIN Produkt was Zertifiziert ist. Was bitte schön ist mit den anderen 15-20 Produkten? Können Sie es ausschließen? Das ging aus der Reportage nicht hervor. Ich glaube soweit ich richtig informiert sind Beuten sogar die Türkischen Plantagenbesitzer die Kurdischen Wanderfamilien aus, in dem Sie diese gezielt zu der Ernte einsetzen und mit Dumpinglöhnen bezahlen. Die richtige Reaktion hierauf wäre: Überhaupt keine Nüsse mehr Kaufen!!!
    2. Kakaobohnen ernte. Es ist nun mal Fakt das mehr als 50% der Ernte aus den Afrikanischen Ländern kommen. Und hierzu sei nur soviel gesagt: Alle Schokoladenhersteller bedienen Sich aus diesen Ernten. ich glaube es gibt hier keine Ausnahmen!!!
    Bevor man solche dinge wie in der gesehen Reportage verinnerlicht, sollte man wissen das sich die Firma Ferrero sehr in sozialen Projekten engagiert.
    dazu gehört der Bau von vielen Schulen und Stiftungen.
    Ich glaube das in der Reportage sehr gezielt auf den Konzern geschossen wird.
    Was können wir tun? Ich glaube kaum das der gezielte Boykott gegen Ferrero hilft. Wenn dann müssen wir alle komplett auf Schokolade verzichten.
    Alle Hersteller bedienen sich an der Nussernte und der Kakaoernte. Und Ein Zertifikat für ein Produkt (lt. Mars) kann nicht ausschließen das in den anderen 15-20 Produkten keine Kinderhand mitgewirkt hat!!!!

    • David sagt:

      Christian
      Zu “Punkt 1: Was die Nussernte in der Türkei angeht ist es doch völlig normal das Firmen versuchen den für sich optimalen Einkaufspreis zu erzielen. Das ist eben das Prinzip der Marktwirtschaft. Ich glaube kaum das andere Schokoladenhersteller bereit sind überteuerte Preise für Rohstoffe zu Bezahlen.”
      Überteuerte Preise? Ist es für dich überteuert wenn die Preise ein faires Gehalt der Arbeiter beinhaltet? Für mich auf jeden Fall nicht, und natürlich ist das Prinzip der Marktwirtschaft immer zum günstigsten Preis einzukaufen. Doch nur da wir als Endkonsumenten ebenfalls den günstigsten Preis haben wollen. Wenn du den teureren Biokäse dem billigen “ichzerstöreunserewelt” Käse vorziehst hast du schon deinen Teil dazu beigetragen an der Marktwirtschaft etwas zu ändern. Jetzt müssen nur noch alle Anderen draufkommen dass das billigste nun mal nicht FAIR ist.

      Zu “Überhaupt keine Nüsse mehr Kaufen!!!”
      Ja Christian, wenn man verhindern will das Leute ausgebeutet werden dann ist das die Alternative. Jedoch kann ich dich beruhigen, wenn du danach suchst wirst du früher oder später einen Hersteller finden der seine Nüsse “vernünftig und FAIR” herstellen lässt, aber dazu komme ich gleich.

      Zu “2. Kakaobohnen ernte. Es ist nun mal Fakt das mehr als 50% der Ernte aus den Afrikanischen Ländern kommen. Und hierzu sei nur soviel gesagt: Alle Schokoladenhersteller bedienen Sich aus diesen Ernten. ich glaube es gibt hier keine Ausnahmen!!!”
      Ja, du hast recht, 50% kommen wirklich aus Afrikanischen Ländern, doch es gibt sehr wohl Hersteller, welche die Menschen nicht ausbeuten und die Kinderarbeit eben sowenig unterstützen. Zum Beispiel den Steirischen Schokoladen Hersteller Zotter, der immer in Kontakt mit “seinen” Plantagen steht und für seine Bohnen auch ordentlich bezahlt.
      Wie gesagt du musst nur Suchen!

      Zu “Was können wir tun? Ich glaube kaum das der gezielte Boykott gegen Ferrero hilft. Wenn dann müssen wir alle komplett auf Schokolade verzichten. … Kinderhand mitgewirkt hat!!!!”

      Ich gebe dir Recht, ein gezielter Boykott gegen Ferrero alleine hat wirklich keinen Sinn. Die Lösung ist leider der Verzicht auf die Produkte die UNFAIR hergestellt werden. Und natürlich müssen wir den Unternehmen auch verständlich machen warum wir nicht mehr ihre Produkte kaufen.
      Am besten schreit man jeden Tag wenn, man in der U-Bahn zur Arbeit/Schule oder sonst wohin fährt, was eigentlich Sache ist und macht die Leute Aufmerksam. Anders wird sich nie etwas ändern.

      Ich will dich keinesfalls kritisieren Christian. Das einzige was ich wollte ist dir die Dinge aus meiner Perspektive zu zeigen.
      Sollte ich mich in einer Sache vollkommen irren bitte ich um Aufklärung.

      Mit freundlichen Grüßen
      David

  8. Mel sagt:

    Ich habe gerade den Bericht vom WDR über die Firma Ferrero gesehen. Meiner Meinung nach wird dort die Verführung von Kindern mit Süßigkeiten und der Werbung ein bisschen zu übertrieben dargestellt, da die Eltern auf die Ernährung ihrer Kinder, trotz Werbung, Einfluss haben.

    Aber dass das Produkt “Kinder” sich so nennen darf ist tatsächlich ein riesiges Paradoxon. Man kann sich nicht “Kinder” nennen und dann nicht für die Kinder der Herkunftsländer von Zutaten Sorge tragen. Auch wenn angeblich darauf geachtet wird, dass die Zutaten nicht aus Kinderhand kommen, müsste dies (stärker) kontrolliert werden. Oder diese Produkte sollten sich nicht “Kinder” nennen.

    Haben Sie dazu noch weitere Informationen?

    Grüße

  9. Reuschling Andreas sagt:

    Werde kein nutella oder ähnliches mehr von Ferrero kaufen, da ich den Bericht von Phönix gesehen habe wie Kinder in der Türkei ausgebeutet werden und Ferrero davon sich bereichert!
    Ferrero sollte sich schämen :-(

    MfG
    Andreas

  10. Christine Carstensen sagt:

    Ich finde die Seite sehr gut. Ich verstehe aber manchmal die Farbgebung der Punkte nicht, so ist z. B bei Faber Castell der Punkt bezüglich Vorwürfe wg. Kinderarbeit gelb, in der Erklärung finde ich aber keinen Grund dafür oder bei Hugo Boss bei den Kontrollen.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn noch weitere Firmen recherchiert werden oder die bereits vorhandenen aktualisiert werde. Besonders würden mich firmen wie Marc O’Polo, G-Star, engbers, Lemmi, Käthe Kruse, AllStar, Lenovo (Computer) interessieren. Bei eterna und Sanetta habe ich schon herausbekommen, dass die wohl in Ordnung sind. Wenn man sich ein bißchen mit dem Thema beschäftigt, weiß man ja gar nicht mehr, was man kaufen /essen kann und was nicht.
    Besonders schlimm finde ich die Spieleindustrie. Das ist wirklich ungeheuerlich. Ich weiß auch nicht, wie man soetwas wie Mattel sinnvoll mit den eigenen Kindern bespricht. Man kann ja auch nicht von heute auf morgen sein gesamtes Leben umstellen. Aber irgendwo muss man ja anfangen…
    Mit freundlichen Grüßen
    Christine Carstensen

    • gosia / EarthLink sagt:

      Sehr geehrte Frau Carstensen,

      vielen Dank für den Kommentar. Es freut uns, dass die Konsumenten immer bewusster einkaufen wollen! Wir arbeiten auch stets daran, unsere Datenbank zu erweitern und weitere Firmen in die Firmenliste aufzunehmen. Marc O’ Polo haben wir heute angeschrieben.
      Die Erklärung der Verleihung von Farben können Sie unter “Bedeutung der Farben” anschauen. Hugo Boss wurde z.B. in der Kategorie „Kontrolle“ mit „Gelb“ beurteilt, weil die Firma nur interne (und nicht externe) Kontrollen durchführt. Bei Faber-Castell werden wir die Farbe an die Beschreibung anpassen. Danke für den Hinweis!

      Viele Grüße,

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