Fleisch

Betroffene Länder

Wo wird mit Kinderarbeit produziert?

In vielen von der Agrarwirtschaft abhängigen Ländern sind Kinder als normale Arbeitskräfte und Familienhelfer in den Produktionsprozess miteingebunden, z.B. in der Mongolei, Peru, Kenia, Malawi und Marokko. Doch besonders schwere Kinderarbeit steckt in Produkten, die diese Länder exportieren:
Brasilien, Bolivien, Ecuador, Paraguay, Indien, Äthiopien, Lesotho, Mauretanien, Namibia, Tschad, Uganda, Sambia.1)

Tätigkeiten

Welche Arbeiten werden von Kindern ausgeführt?

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Quelle: Steve Evans, Flickr, 2013

Kinder gelten als ideale Viehhirten schon ab dem Alter von 4 Jahren. Sie müssen die Tiere führen, Wasser beschaffen, sind für ihre Sicherheit verantwortlich und müssen kämpfende Tiere trennen. Sie arbeiten 7 Tage die Woche, 10-12 Stunden am Tag. Verlieren sie Vieh oder wird es gestohlen, werden sie oft geschlagen. Außerdem arbeiten Kinder auf großen Farmen und in Zuchtbetrieben, wo sie schwere körperliche Arbeit ableisten. Bei der Fleischverarbeitung werden sie in der Schlachtung eingesetzt, sowie beim Schneiden, Trennen, Säubern und Abpacken.1)

Konsequenzen

Welche Gefahren und Folgen ergeben sich für die Kinder?

Beim Viehhüten halten sich Kinder oft in gefährlichen, abgelegenen Gebieten auf und sind dem Wetter, gefährlichen Tieren und Infektionen schutzlos ausgeliefert. Die Isolation von anderen Menschen kann ihre Entwicklung behindern. In einigen Ländern, wie dem Tschad, wird versucht den Bedarf an billigen Viehhirten durch Kinderhandel und Zwangsarbeit zu decken. Auf Farmen haben Kinder mit Pestiziden, gefährlichen Maschinen, Krankheitserregern und aggressiven Tieren zu tun. Beim Schlachten besteht Verletzungsgefahr, außerdem stellt die Arbeit in einem Massentötungsbetrieb eine psychische Belastung dar. Ob die Kinder für ihre Eltern arbeiten oder in anderen Betrieben eingesetzt werden, in beiden Fällen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie keine Schule besuchen und keine Ausbildung erhalten.1)

Verbraucher-Tipps

Wie können wir gegen Kinderarbeit aktiv werden?

Wie bei allen Produkten, ist es sinvoll beim Einkauf auf regionale Produkte zu achten. Auch ist zu bedenken, dass bei günstigen Produkten, oft jemand anders am unteren Ende der Produktionskette den Preis erbringen muss. Bei verarbeiteten Produkten, ist noch keine Kennzeichnung des Ursprungslandes erforderlich.2) Man sollte bei Gelegnheit gegenüber der Politik und den Unternehmen mehr Transparenz verlangen. Denn besonders bei der Fleischproduktion gibt es noch viele andere Faktoren, die einem den Apettit verderben können. Außerdem: Manchmal auf etwas Fleisch zu verzichten, kann dabei helfen bewusster und gesünder zu essen.3)

Quellen + Links

Children’s work in the livestock sector: Herding and beyond – FAO

Pferdefleischskandal – Billiges Fleisch ist ein grundsätzliches Problem – FAZ

Agricultural Outlook 2011-2020 – OECD-FAO nicht verfügbar

14 Gründe für eine fleischfreie Ernährung – Vegetarische Initiative e.V.

Vegetarier leben länger – 3sat

  1. „Children’s work in the livestock sector: Herding and beyond“ – FAO – aufgerufen am 26.02.2013 [] [] []
  2. „Billiges Fleisch ist ein grundsätzliches Problem“ – FAZ – aufgerufen am 26.02.2013  []
  3. „Vegetarier leben länger“ – 3Sat – aufgerufen am 27.02.2013 []

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