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Superfood – Wie der Verzehr von Avocados Kinderarbeit fördert

 Hype um Avocados begünstigt Kinderarbeit | Bild (Ausschnitt): © Amir Yalon [CC BY 2.0]  - flickr Ob auf dem Toast, im Salat oder als Guacamole: Avocados sind auf dem Vormarsch. Seit bekannt ist, dass die Frucht voll gesundem Fett und Nährstoffen ist, boomt das Avocadogeschäft weltweit. Das grüne Superfood lässt sich nicht nur auf Instagram perfekt in Szene setzen, sondern eignet sich auch hervorragend für verschiedene Rezepte. Allein in den USA stieg der Konsum von Avocados in den letzten 20 Jahren um 443 Prozent. Auch in deutschen Regalen wird immer häufiger zu der Frucht gegriffen. Die Vereinigten Staaten können ihren Bedarf schon lange nicht mehr selbst decken. Dadurch wurde Mexiko zum größten Exporteur von Avocados. Daneben bauen Länder wie Guatemala und Peru das Lorbeergewächs ebenfalls an – Länder, in denen häufig Kinderarbeit vorkommt.
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Massenkonsum an Feiertagen: Wie unsere Nachfrage nach Rosen Kinderarbeit fördert

Rosenplantage in Ecuador  Bild (Ausschnitt): © Myskoxen [CC0 1.0]  - Wikimedia Commons Valentinstag, Rosenmontag oder Muttertag. Tage an welchen das Geschäft mit Rosen boomt. Zeiten, zu welchen der Import an Rosen nach Deutschland besonders hoch ist. So wurden beispielsweise im Februar 2017 anlässlich des Valentinstages 134 Millionen Rosen nach Deutschland importiert. Ein großer Teil der Rosen, welcher importiert wird stammt aus den Niederlanden. Da in diesen Breitengraden Temperaturen wie in Deutschland herrschen, fällt die Zucht von Rosen in den Wintermonaten eher gering aus.
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IT-Unternhemen entwickelt Pilotprogramm zur Überwindung von Kinderarbeit in der Kobaltindustrie

Kinderarbeit DR Kongo Kinder im Osten der Demokratischen Republik Kongo beim Abbau von Mineralien und Metallen  | Bild (Ausschnitt): © ENOUGH Project [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Am 16. Januar 2019 gab die Firma IBM bekannt, dass sie gemeinsam mit den Unternehmen Ford Motor CO., Huayou Cobalt, LG Chem und RCS Global ein Blockchain-Pilotprogramm starten mit dessen Hilfe eine faire Cobaltproduktion in der demokratischen Republik Kongo gewährleistet werden soll. Durch dieses Programm soll der gesamte Produktionsprozess vom Abbau bis zum Endkonsumenten rückverfolgbar, ethisch validiert und transparent einsehbar sein.
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Das Geschäft mit der käuflichen Liebe macht Kambodschas Kinder kaputt

 Symbolbild | Bild (Ausschnitt): © Aalan Morgan  [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Kambodscha- das Land am Golf von Thailand wird ein immer beliebteres Ziel für Touristen aus aller Welt. Besonders die Tempel von Angkor Wat, aber auch die Hauptstadt Phnom Penh ziehen jährlich Millionen Backpacker an. Der Tourismus verändert sich jedoch zunehmend: weg von der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten, hin zu Sextourismus.
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Elektroautos aus Kinderarbeit: Kobaltabbau im Kongo

Kinderarbeit DR Kongo Kinder im Osten der Demokratischen Republik Kongo beim Abbau von Mineralien und Metallen  | Bild (Ausschnitt): © ENOUGH Project [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Ab Mitte der 2020er werden laut Mobilitätsforschern 15 Prozent der Neuwagen in Deutschland elektrisch betrieben sein – das sind 15 bis 20 Millionen neue Elektroautos im Jahr 2025. Diese gelten als umweltfreundlich, sauber und nachhaltig und damit als Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen. Die sind durch ihren CO2-Ausstoß schlecht für die Umwelt und zudem vom endlichen Rohstoff Erdöl angetrieben. Dass moderne Elektroautobatterien bzw. –akkus aber auch seltene Metalle wie Lithium oder Kobalt benötigen, ist vielen nicht bewusst. Laut Schätzungen wird allein die Automobilindustrie im Jahr 2035 122.000 Tonnen Kobalt für die Akkus von Elektrofahrzeugen benötigen.
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Trotz internationaler Aufmerksamkeit ist Kinderarbeit in der Kakaoproduktion noch immer an der Tagesordnung

 Ein Kind bei der Verarbeitung von Kakaobohnen | Bild (Ausschnitt): © Electrolito [CC BY-SA 3.0]  - Wikimedia Commons Geht man in einen Laden, um Schokolade zu kaufen, gibt es eine riesige Auswahl an Marken und Preisklassen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass immer mehr Hersteller auf fair-trade Siegel setzen, um uns beim Kauf ein gutes Gewissen zu geben. Denn ähnlich wie bei Kaffee findet langsam ein Umdenken statt. So sind bereits vor Jahrzehnten die schlechten Arbeitsbedingungen der Kakaobauern in die Schlagzeilen geraten, was einen Großteil der Firmen dazu brachte, vermehrt auf eine saubere Herkunft zu achten – man wollte ja keinen schlechten Ruf bekommen. Eines der Hauptprobleme in den Herkunftsländern war, dass Millionen Kinder bei der Ernte eingesetzt werden und dabei extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind. Trotz aller Bemühungen konnte dieser Missstand jedoch bis heute nicht beseitigt werden und gibt immer noch Grund zur Sorge. Letztlich kann fast jede Schokolade aus afrikanischem Kakao mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht werden und selbst eine fair-trade Beschriftung gibt keine Garantie, dass Kinder nicht zum Einsatz kamen. Folglich werden nicht nur die Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung verunsichert – man muss leider auch zugeben, dass alle bisherigen Maßnahmen gegen Kinderarbeit im Kakaogeschäft nicht die erwünschte Wirkung gezeigt haben und sich die armutsbedingte Lebenswelt der Bauern trotz erhöhtem Engagement nicht verändert hat.
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